5.10.09

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Drei kleine Filme:

1. "was bleibt"
Mein ehemaliger Abitur Lehrer Rochus Stordeur schreibt Gedichte und Geschichten. Jetzt habe ich eines seiner vielen guten Gedichte im Studio aufgenommen. Es geht ums Sterben und ums weiterleben, es geht um Trauer und um Dankbarkeit.
(Danke an den MDR.)

2. " 'n Käfer aufm Blatt"
Eigentlich für den Theaterkahn Dresden produzierte. Das Stück heißt "Wunschkonzert" und stammt aus der Feder von Franz Xaver Kroetz. Ich spiele in diesem Stück einen Moderator aus dem Radio. Von hier aus erfülle ich die Musikwünsche für Frau Rasch, eine Frau um die 40. Sie ist einsam und sie ist allein. Aber "Käfer aufm Blatt" singe ich aus diesem besonderem Anlass selber...

3. "Eine Frage der Opposition"
Dieser kleine Film von Oliver Iserloh entstand 2004
für die Inszenierung "Ein Volksfeind", von Hendrik Ibsen am Staatschauspiel Dresden. Regie führte Marcus Dietz. Eigentlich haben wir nur den "Stummfilm" bebraucht, Oliver schenkte mir den Film zur Premiere. Jetzt wurde mir klar, was ich für eine Scheiße geredet hab und wieviel Scheiße überhaupt so geredet wird in den großen Sälen unserer Politik. Alles nur wohlgeformte Worthülsen. Ich lach mich schief ...

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30.8.09

Westwind

Es geht los!
...und wie!
Mir sausen die Proben um die Ohren. Romeo und Julia mit dem Regisseur Simon Solberg schrill, bunt und kampfeslustig. Wir sind eine junge Truppe, das heißt ich komme mir vor wie der Opa in einer jungen Truppe. Ich bin der Stubenälteste und so ist das dann plötzlich alles etwas verschoben. Auch die Wahrnehmungen werden anders. Der Blickwinkel ändert sich..., das habe ich so noch nicht erlebt. Ich bin infiziert und trotz kleiner Fragezeichen, fühle ich mich ein bisschen verliebt. Verliebt in mein "eigenes" Theater.

Kontrastprogramm: Momo, eine Szenische Lesung ist in Vorbereitung gemeinsam mit Christine Hoppe und dem Puppenspieler Dirk Neumann für unser Eröffnungfest im Staatsschauspiel.

Wieviel Zeit braucht man um zu wissen was einem die Zeit bringt.
Kann man ohne Zeit leben?
Ist die Zeit eine Uhr?
Was heißt glücklichsein?
Die Zeit zu spüren, oder sie zu vergessen.


"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken,
sondern immer nur an den nächsten Besenstrich und immer nur an den nächsten! Dann macht es Spass. Das ist wichtig"


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25.6.09

Bis gleich

Sommer... immer wenn er kommt überkommt es mich. Überkommt mich die kindliche Sehnsucht stundenlang über Felder zu rennen, ohne Schuhe voller Unvernunft und Plan.
Ein paar Dinge sind noch zu tun, dann fahre ich den Computer runter. Zunächst einige Proben für "Das soll uns nicht nochmal passieren" und dann am Wochenende meinen geliebten "Überzieher" auf dem Theaterkahn.

Es war eine lange, eine zähe, eine undankbare Saison. Besonders deshalb undankbar, weil alles was wir taten, nun schon Geschichte ist. Alle Stücke sind vom Spielplan, das Theater ist leergefegt, die Bilder von den Wänden, die Garderobenschränke stehen offen. Das Theater wartet.
Aber ich bin gleichsam auch dankbar, weil die letzten Wochen und Monate berührend waren. Soviel Abschied, soviele Umarmungen und gut gemeinte Worte. Mich lässt das nicht kalt. Es flossen auch Tränen, es flossen auch Tränen während des Spielens auf der Bühne. Für keinen sichtbar, für uns. Und doch blieb auch manche Träne ungeweint, weil sich nicht jedes Problem lösen lässt, lösen lassen will, zu lösen lassen braucht...

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich freue mich auf das Neue. Ich freue mich auf alle Überraschungen und ich vertraue dem was da kommt. Mal sehn was passiert. Es ist "Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten". Irgendwie hat doch dieses Gefühl mit dem Sommer zu tun? Mit dem Barfluss über die Felder rennen, ohne Absicht, ohne Plan, aber mit viel Sehnsucht nach Leben...

Tickets: Das soll uns nicht nochmal passiern
Tickets: Der Überzieher
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Spielzeitübersicht 2009/2010 (418KB)
Spielzeitheft 2009/2010 (4,8MB)
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