2.3.10

Sein oder Nichtsein

Probenbeginn!
Dieses Theaterstück von Nick Whitby entstand nach dem gleichnamigen Film von dem sehr geschätzten Kollegen Ernst Lubitsch. Lubitsch schrieb diesen Film, bei dem er auch Regie führte 1941. Er wurde in Hollywood gedreht und kannte dabei die vollen Ausmaße der Nazi Greul noch nicht. Jedoch wagte man sich, auf sehr intelligente Weise, über den Nationalsozialismus lustig zu machen. Es entstand eine Satire über Macht, Größenwahn, Feigheit, Großmut und Liebe. Dieses Theaterstück ist ein Glücksfall. Ich probe am "Josef Tura, der seine Frau und seinen Beruf zu verlieren scheint, wäre da nicht das Spiel mit dem Teufel ...



4. Auftritt

JOSEF kommt niedergeschlagen von seinem Auftritt.

JOSEF:

Aus und vorbei. Es kam, wie es kommen musste.

MARIA:

Oh, was ist denn, Liebling? Was denn?

JOSEF:

Einer ist während meines Monologs gegangen.

MARIA:

Das glaube ich nicht. Du scherzst.

JOSEF:

Sag mir, Maria. Glaubt man mir den Hamlet nicht mehr? Bin ich zu alt?

MARIA:

Du kannst „hinunterspielen“ bis 20! - Armer Liebling, es tut mir so leid.

JOSEF:

Er hat den Saal verlassen.

MARIA:

Na, vielleicht war ihm übel. Vielleicht musste er mal. Vielleicht hat er was mit dem Herzen.

JOSEF:

Ja, Ja! - Die arme Seele.

MARIA:

Womöglich ist er sogar schon tot.

JOSEF:

Hoffentlich. Wahrscheinlich. Vielleicht.

Musik.



26.2.10

Wo Verstand ist, braucht es keine Worte
















... und am Theater wird gesprochen und gesprochen....

Der oben genannte Satz stammt von Novalis.
In den Zeiten meiner Schauspielausbildung, also so um 1987, enstanden die folgenden schrägen, von mir selbst verfassten Sprechübungen für die Geläufigkeit der Sprachführung, sowie für die Vokal- und Konsonantenbildung. Ich wollten beim üben lachen. Diese Texte stehen ab sofort allen Enthusiasten auf der Galerie Seite als PDF Download zur Verfügung.

Viel Spass beim Nachsprechen.

PS.:
Wenn ihr einen Knoten in der Zunge habt, sprecht den ganzen Kram rückwärts, dann löst's sich wieder auf. Ich nutze die Übungen übrigens bis heute.

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9.1.10

Leonce und Lena

"Was die Leute nicht alles aus Langeweile treiben! Sie studieren aus Langeweile, sie beten aus Langeweile, sie verlieben, verheiraten und vermehren sich aus Langeweile ..."
Leonce



Es ist Probenbeginn.
Auf dem Plan steht Georg Büchners: Leonce und Lena.
Dieses Stück ist ein Lustspiel. Es beschreibt den verzweifelten Versuch zu leben, vielleicht sogar zu lieben. Es beschreibt die Flucht vor sich selbst.

"Ach wer sich einmal auf den Kopf gucken könnte..."
Leonce

Die Sprache sticht wie Nadeln in den Nebel. Sinnlos und unendlich traurig. Ein wundervolles Stück. Ein Märchen wie Glas, das schon zersrungen ist.

"Oh, eine sterbende Liebe ist schöner, als eine werdende!"
Leonce

Die junge Regisseurin Sabine Auf der Heyde ist zum ersten Mal in Dresden. Ich probe am König Peter vom Reiche Popo, das habe ich mir ins Geheim immer schon mal gewünscht...

"Der Mensch muß denken!"
König Peter

Premiere ist: am 19. 02. 2010 im Kleinen Haus 1



weiteres
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