3.8.14

USA Reise 10.Tag "What's the matter mit dem Wetter?"

Es regnet auf das warme Pflaster der Straße. Große schwere Regentropfen fallen träge und trommeln zaghaft auf das Autodach. 



Schwülwarm sind die Straßen. 
Best time for shopping. 



Wir fahren 14 Meilen, nach Ontario Mills.
"Outlet" heißt das Zauberwort. Mehr als man begreifen kann, viel mehr als man braucht, aber herrlich locker, offen und ungezwungen zeigen sich die Klamottenläden. Das ist auch das, was mir in den Staaten so gut gefällt. Mag es künstlich sein, oder nicht, - die gute Laune, die Offenheit, die Sorge dass es dir auch wirklich gut geht. Alles ein wenig theatralisch..., aber ich liebe nun mal das Theater.


"Forever 21", "Gap Outlet", "Bath and Body Works","Calvin Klein", "Express Factory", "Hollyster Co. Outlet", "LACOSTE", "QuickSilver Factory",""Tommy Hilfiger", "Aldo", "Converse", "Foot Locker",. "Hugo Boss", "Vans" ..um nur einige zu nennen.


Ich suche mir ein Paar Laufschuhe von Nike aus. Sehr leicht, gute Beweglichkeit im Zehbereich, Trail mit dem Gefühl zu Schweben. 


Als wir die Tüten nicht mehr tragen können, beginnt uns das schlechte Gewissen zu plagen. Es ist schon später Nachmittag. Wir gehen zum Auto, entledigen uns der neuen Kostbarkeiten. Es regnet immer noch...

... da lassen wir den Plan nach Long Beach zu fahren fallen und schoppen weiter bis zum späten Abend.


2.8.14

USA Reise 9.Tag "Hollywood"

9:00
Wir beschließen einen Mietwagen zu nehmen. Die Fingernägel der Dame, die uns eine Stunde später abholt, um uns ins Office zu fahren, sind lang und ergeben einen hellen Klang beim Bedienen des Navigationssystems.



Mittags sitzen wir in einem sehr durchtrainierten Auto, dessen Marke mir ein Rätsel ist und fahren in Richtung Downtown.


Die Mädchen erzählen von ihren Träumen. Genau haben sie festgelegt, wie später alles werden soll. Aufregend soll es werden, kein langweiliges Leben. Voller Erlebnisse, aber immer Harmonie. 



Komisch, da fahren wir auf LA zu, die breiten Straßen haben 8 Spuren und ich fange an, gerade jetzt über meine Schauspielschule zu reden. Über das Rätsel der Anziehungskraft. Über das, was man tun muss, ohne genau zu wissen warum. Die Lust auf  Risiko. Ja, vielleicht ist es das "unentdeckte Land", das uns immer wieder neu mit Sauerstoff versorgt.


Das erste was wir in LA kennen lernen ist eine Toilette. Schön, sauber und nett.

Wir suchen den Sunset Boulevar, von dort ist es nicht weit zum Hollywood Boulevar.


Hier findet man das, was man schon mal gesehen und gehört hat. 



Hier findet sich das Chinese Theater, das wohl bekannteste Filmtheater der Welt, der "Walk Of Fame", wo sich berühmte Hollywoodgrößen in Sternen verewigt haben. Manche zu Recht auch schon zu Lebzeiten in Mamor gegossen.


Im Roosvelt Hotel, das 1927 als "Home of the Stars" eröffnet wurde, fand 1929 die erste Oskar Verleihung statt.


Gegenüber liegt das Dolby Theatre, hier werden seit den letzten Jahren die Oscars verliehen.







Wir fahren auf den Mullholland Drive und schauen auf die Stadt. Der berühmte Hollywood Schriftzug in den Bergen ist nur schemenhaft zu erkennen. Die Installtion auf dem Mount Lee, die früher Hollywoodland hieß, wurde 1923 errichtet und hatte eigentlich den Zweck für Bauland zu werben.


Es ist spät, aber wir wollen noch nach Santa Monica. Die Dunkelheit hat schon den Strand umschlossen, als wir in der Ferne buntes Licht erblicken. 



Wir essen Fisch und Salat am Meer und gehen zur Freude der Mädchen in den bunt leuchtenden Vergnügungspark.


Los Angeles ist riesig. Als ich das Auto auf dem Camp abstelle, ist es schon um 1 in der Nacht und wir sind "by the way" 150 km gefahren.

USA Reise 8.Tag "Über Santa Barbara nach LA"

Einen Tag lang holen wir Luft in Santa Margerita. Liegen am Pool im W-LAN Paradies. Ich schreibe am Blog, bis mir der Kopf von der Sonne kocht, die Mädels checken Instagram, WhatsApp, Facebook und andere lebensnotwendige Erfindungen, Jana fotografiert und erfreut sich an der Stille. Neben uns und im Wasser sind unsere neuen Freunde aus Bonn und Antonia macht das, was jeder möchte, aber leider nicht kann. 


Der Camp ist geräumig, großzügig mit viel Schatten. Überall surren die Klimaanlagen der Wohnmobile. Die Hitze wird über Mittag unerträglich. 



Erst am Abend beginnt die erfrischende Kühle der Wälder, mit Rosemarien und Salbei, wieder Leben in die Körper zu hauchen. 


Sven aus Bonn hat Feuer gemacht, geschickt und unaufwendig schält er den in der Glut vorgekochten Mais, wir trinken Bier, essen Fleisch und Salat. Die hübschen Mädchen unserer Freunde werden schlafen gelegt, mit bewundernswerter Geduld auf den nächsten Tag vertröstet, der genau so schön werden mag, wir reden über Gott und die Welt, lachen, rauchen und verabschieden uns. Man sieht sich immer zwei mal.

Schön, dass solche coolen Typen aus Deutschland kommen.


10:00
Es ist Donnerstag. Eine Woche und einen Tag sind wir schon in den Staaten. Wir schaukeln mit unserem lebenden Apartemand über die noch engeren Straßen zur Highway 101 in Richtung Santa Barbara. Heute haben wir viel vor.


Die 101 ist zweckmäßig, weil schnell, aber lange nicht so romantisch wie die "1".  Wir halten an, essen Eis aus der Gefriertruhe, die Mädels hören Musik. 


Gegen Mittag landen wir in Santa Barbara. Breite Straßen mit Palmen an den Seiten begrüßen uns.


Man wird blöd. Ist das schön! Festhalten!


Hier an der "Kalifornischen Riviera", leben knapp hunderttausend Menschen. 


Hinter den Pazifikstränden sieht man schon die Hänge des Santa Ynez Mountains. 


Die Luft ist frisch, wie Seide der Wind. 
Alles sehr gepflegt im mediterranen Stil. 


Am Kai, bunte Häuser mit "Fish and Chips".  


Mir ist das zu fett. Ich kratze mit der Plastikgabel den weichen Heilbutt aus der knusprigen Ölkruste. Antonia sagt: "Schade, dass das so gut schmeckt, was nicht gut für einen ist." Es ist schon eine Kunst in diesem Land nahrhaftes Essen zu bekommen. In jedem "Naturjoghurt" versteckt sich Zucker, in jedem Müsli ist zu viel Fett.


Je näher wir LA kommen, um so dichter werden die Straßen. Es ist Rush Hour. 


Spät landen wir im KOA Camp. Wir trinken noch einen Californischen Wein vor dem Auto. Die Klimaanlagen der Wohnmobile singen vertraute Melodien, irgendwo fern auf der Highway hupt es. "Wir sind nicht im Urlaub, sondern gehen auf Reisen!", Jana, trinkt langsam. Sie besitzt die Fähigkeit Rotwein langsam zu trinken. Sie schafft es sogar ihn stehen zu lassen. "Ja", sage ich. "Reisen, nicht Urlaub. Ein entscheidender, aber lohnenswerter Unterschied."