30.8.09

Westwind

Es geht los!
...und wie!
Mir sausen die Proben um die Ohren. Romeo und Julia mit dem Regisseur Simon Solberg schrill, bunt und kampfeslustig. Wir sind eine junge Truppe, das heißt ich komme mir vor wie der Opa in einer jungen Truppe. Ich bin der Stubenälteste und so ist das dann plötzlich alles etwas verschoben. Auch die Wahrnehmungen werden anders. Der Blickwinkel ändert sich..., das habe ich so noch nicht erlebt. Ich bin infiziert und trotz kleiner Fragezeichen, fühle ich mich ein bisschen verliebt. Verliebt in mein "eigenes" Theater.

Kontrastprogramm: Momo, eine Szenische Lesung ist in Vorbereitung gemeinsam mit Christine Hoppe und dem Puppenspieler Dirk Neumann für unser Eröffnungfest im Staatsschauspiel.

Wieviel Zeit braucht man um zu wissen was einem die Zeit bringt.
Kann man ohne Zeit leben?
Ist die Zeit eine Uhr?
Was heißt glücklichsein?
Die Zeit zu spüren, oder sie zu vergessen.


"Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken,
sondern immer nur an den nächsten Besenstrich und immer nur an den nächsten! Dann macht es Spass. Das ist wichtig"


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25.6.09

Bis gleich

Sommer... immer wenn er kommt überkommt es mich. Überkommt mich die kindliche Sehnsucht stundenlang über Felder zu rennen, ohne Schuhe voller Unvernunft und Plan.
Ein paar Dinge sind noch zu tun, dann fahre ich den Computer runter. Zunächst einige Proben für "Das soll uns nicht nochmal passieren" und dann am Wochenende meinen geliebten "Überzieher" auf dem Theaterkahn.

Es war eine lange, eine zähe, eine undankbare Saison. Besonders deshalb undankbar, weil alles was wir taten, nun schon Geschichte ist. Alle Stücke sind vom Spielplan, das Theater ist leergefegt, die Bilder von den Wänden, die Garderobenschränke stehen offen. Das Theater wartet.
Aber ich bin gleichsam auch dankbar, weil die letzten Wochen und Monate berührend waren. Soviel Abschied, soviele Umarmungen und gut gemeinte Worte. Mich lässt das nicht kalt. Es flossen auch Tränen, es flossen auch Tränen während des Spielens auf der Bühne. Für keinen sichtbar, für uns. Und doch blieb auch manche Träne ungeweint, weil sich nicht jedes Problem lösen lässt, lösen lassen will, zu lösen lassen braucht...

Um Missverständnissen vorzubeugen: ich freue mich auf das Neue. Ich freue mich auf alle Überraschungen und ich vertraue dem was da kommt. Mal sehn was passiert. Es ist "Die Stunde, da wir nichts voneinander wußten". Irgendwie hat doch dieses Gefühl mit dem Sommer zu tun? Mit dem Barfluss über die Felder rennen, ohne Absicht, ohne Plan, aber mit viel Sehnsucht nach Leben...

Tickets: Das soll uns nicht nochmal passiern
Tickets: Der Überzieher
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Spielzeitübersicht 2009/2010 (418KB)
Spielzeitheft 2009/2010 (4,8MB)
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30.5.09

The principal dies...

Die letzte Vorstellung von Mephisto ist am 13.Juni 2009 im Schauspielhaus Dresden. Vielleicht war es meine wichtigste Rolle. Bestimmt meine intimste. Ich kann mich ja prinzipiel schwer trennen: ich komme zu spät, weil ich nicht losgehen kann, ich bleibe bis der Letzte geht. Ich liebe es, etwas lange zu tun. Ich lasse mir gerne Zeit.
Jetzt ist es an der Zeit meinem Teufel adieu zu sagen.
Ich habe Hendrik Höfgen vier Jahre gespielt und ich bin mit ihm durch die Hölle gegangen.
Er war mir sehr nah, näher als ich wollte.
Ich freue mich über jeden der kommt um mit mir das Finale zu feiern.

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