4.8.15

Hamlet in Helsingør

Eine Woche haben wir zum Hamletscenen Shakespeare Festival mit unserer Hamlet Inszenierung aus Dresden das Schloss Kronborg in Helsingør bezogen und es pfeift der Wind in den legendären Gemäuern, welche schon Shakespeare selbst besuchte und als Ort der Handlung für seinen Hamlet bestimmte.

Foto: Birgit Bräuer
Heute Abend ist die letzte Vorstellung, morgen geht es  nach Hause. Eine traumhafte Woche, in unglaublich schöner Umgebung. Und Morten Grunwald, der Benny Frandsen der legendären Olsenbande besuchte eine Probe.

Schloss Kronborg
Morten Grunwald 2012, Foto: C. Grube
















Bild: Wikipedia
















Bild: Locke















Zum Gastspiel in Dänemark 


Hamlet in Schloss Kronenborg.
Der Königssohn voll Zag' und Sorg'
voll Wahn, verwirrt im Denken, Fühlen ...
Das Staatsschauspiel wird nun es spielen:

Der Friedel singt mit seiner Band
und ist im Birnam-Element,
er flüstert, schreit und stöhnt und röchelt
bis dass die Atmosphäre köchelt.

Als Gertrud voller „Sonnenschein“
schwebt die famose Koch herein,
paart Sinnlichkeit mit tiefem Sinn.
Ein jeder Zoll 'ne Königin.

Wenn Ranft, wie immer, prononciert
des Herrschers Worte deklamiert,
so wird dem letzten Hörer klar,
dass Schreckliches im Gange war.

Den Höfling gibt Mesgarha hier,
ganz tadellos in Fein-Manier.
Das Faseln des Polonius 
wird so zu hohem Kunstgenuss.

Güldenstern und Rosenkranz
sonnen sich im Königsglanz.
Die Schilling man entsetzt betrachtet,
wenn als Ophelia sie umnachtet.

Gar auf Laertes hört man hin
spielt ihn denn der Wendelin,
der dann (mit falschem Achselschweiß)
der Seele Abgründe gibt preis.

Nur der Horatio von Clauß
bekommt am Schluss den Bogen raus,
entflieht der gruseligen Runde,
wenngleich zu vorgerückter Stunde.

Vontobel hat Regie geführt,
wie dem Ensemble es gebührt.
Drum soll in Kronborgs Hof und Hallen
der Dänen Beifall euch erschallen.

Dass dies bei mildem Wetter glücke,
ich jene Verse hier nun schicke
und wünsche euch von Fern aufs Neu 
wie immer herzlich: toi, toi, toi!

Tobias Teumer 
Juli 2015


Bitte erheben sie sich für den König!!

4.7.15

Selbstmord, dann Urlaub

Letzte Vorstellung "Der Selbstmörder" am 6. Juli 2015 19:30 im Schauspielhaus.
Ich rufe herum, wer noch (mal) will ist herzlich willkommen. Eine sogenannte "Sahne Rolle".

Karten wären hier gegebenenfalls online zu bestellen.


15.4.15

Lehmann Brothers


Aufstieg und Fall einer Dynastie


Es war der Auftakt der globalen Finanzkrise: Im September 2008 ging die US-Investmentbank Lehman Brothers unter. Das Konkursverfahren läuft immer noch, während Ex-Boss Dick Fuld abgetaucht ist - und von seinen Millionen lebt. 


Mit 613 Milliarden Dollar Schulden war der Lehmann-Zusammenbruch die erste Pleite der Krise - und bleibt bis heute die größte in der Geschichte der Wall Street.

Etwas zu unserem Stück:

Im September 1844 betreten 3 Brüder, Juden aus Bayern, amerikanischen Boden, um das große Geld zu machen. Der eine ist der Kopf, der andere der Arm, der dritte ist eine Kartoffel. So nennen sie ihn, denn er ist ohne Eigenschaften und glattrasiert. 

Schon bald handeln sie mit Textilien, Baumwolle, später Kaffee und es entspinnen sich goldene Jahre, ein Fest der richtigen Entscheidungen ein Rausch des Gewinns, immer waghalsiger, spekulierender, gegenstandsloser, in dessen Verlauf die Firma über Generationen hinweg eine Bank wird, an Größe und Macht gewinnt.

"Der 39-jährige Stefano Massini gilt als einer der prägenden zeitgenössischen Dramatiker Italiens. Seine Stücke werden international gespielt und sind vielfach ausgezeichnet. Mit „Lehman Brothers.“ hat Massini eine Familiensaga verfasst, die in epischer Form und fast biblischer Sprache vom Aufstieg der drei Brüder erzählt. Die Chronik führt durch mehr als 150 Jahre und schildert, wie die Welt sich immer schneller dreht und dabei immer kleiner wird. Und die Lehmans nutzen dabei mit sicherem Instinkt die sich fast rituell wiederholenden Krisen, um immer weiter zu wachsen – bis zum eigenen Zusammenbruch. „Lehman Brothers.“ ist die epische Autopsie der kapitalistischen Katastrophe, lehrreich und sinnlich zugleich".

Felicitas Zürcher


Besichtigung im DEPOT


Leseprobe

Es ist Probenbeginn in Köln. In einer Kooperation mit dem Schauspiel Köln entsteht ein Stück mit sieben Schauspielern, vier aus Dresden und drei aus Köln. Stefan Bachmann, der Kölner Intendant, führt Regie. Er ist uns in guter Erinnerung durch seine besonderen Arbeiten im Staatsschauspiel: "Das steinerne Brautbett" und "Der Parasit".


CARLsGARTEN

Voraufführung (öffentliche Probe) am 2.6. 2015

Premiere im Staatsschauspiel Dresden am 5.6..2015


Besetzung:

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